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MISCHPFLANZUNGEN

Anlage - Ausstellen der Pflanzen

Anlage einer Mischpflanzung

Ausstellen der Pflanzen

Nach Abschluss der Bodenvorbereitung werden die Stauden auf der Fläche verteilt. Wie beim Pflanzen üblich geht man hier von ‚Groß nach Klein‘ vor: Abhängig von ihrer Funktion, die sie in der Pflanzung übernehmen, werden die Pflanzen auf der Fläche platziert. LINK Verwendungstyp Das Muster der Verteilung ist abhängig von Bepflanzungstyp LINK Bepflanzungstyp: Grundsätzlich erfolgt die Verteilung nach dem Mischpflanzungsprinzip, also einer – mehr oder weniger – beliebigen Verteilung der Pflanzen. Andere Arten der Anordnung sind selbstverständlich auch möglich: Bei manchen Mischungen wird eine bestimmte Art der Gruppierung sogar empfohlen.

Standortbeurteilung

Beim Verteilen der Pflanzen auf der Fläche sind insbesondere zwei Aspekte zu berücksichtigen: Einerseits die Funktion, die eine Pflanze in der Pflanzung übernimmt (der Verwendungstyp oder Funktionstyp der Pflanze) und andererseits das Verteilungsmuster (der Bepflanzungstyp).

Der Verwendungs- oder Funktionstyp: Pflanzen übernehmen in einer Mischung unterschiedliche Aufgaben, entsprechend werden in einer Pflanzung sogenannte Funktions- oder Verwendungstypen unterschieden.

Die Gerüststauden sind die dominanten Elemente der Pflanzung: sie sind in der Regel durch Größe, unter Umständen auch Wuchsform oder Farbe die auffälligsten Pflanzen und gliedern beziehungsweise strukturieren die Pflanzung. Entsprechend sollten Sie auch dauerhaft sein, um diese Struktur eher zu erhalten. Auch sollten Sie beim Pflanzen gezielt verteilt werden, damit eine sinnvolle Struktur entsteht. Zum Beispiel eher zentral, aber nicht mittig oder schematisch gruppiert. Eine unregelmäßige Gruppierung von bis zu drei Stück ist naheliegend, da so angemessene Akzente entstehen.

Begleitstauden bilden die Grundfläche einer Pflanzung. Die Höhe ist geringer, der Wuchs unauffälliger. In ihrer Menge stellen die Begleitstauden sicher, dass die Pflanzung ganzjährig wirkt mit Texturen, Strukturen oder Farbe. Wirkt ein Aspekt zu einer bestimmten Zeit sehr stark, dann spricht man hier auch von Aspektbildnern. Als Gruppenstauden werden sie bezeichnet, wenn sie einzeln gesetzt nicht zur Wirkung kommen und entsprechend gruppiert werden müssen.

Bodendeckstauden nehmen – anders als in üblichen, von vorn nach hinten ansteigenden Pflanzungen – flächendeckend das unter ‚Stockwerk‘ ein. Im Idealfall tolerieren sie im Sommerzustand den Schattendruck der höheren, ‚oberständigen‘ Stauden und bilden im Winter einen grünen Teppich, der unter den dann trockenen Gerüst- und Begleitstauden sichtbar wird.

Füllstauden sind als ‚Vagabundierende‘ ein in Mischpflanzungen unverzichtbarer Stabilitätsfaktor. Als Schnellentwickler füllen sie die Pflanzung schnell nach der Pflanzung. Gleichzeitig kurzlebig, versamen sie sich dauerhaft in möglicherweise entstandene Lücken, die so geschlossen werden. In Einzelfällen verschwinden sie in den Folgejahren ganz, wenn sich die Pflanzung vollständig geschlossen hat. In wintermilden Lagen haben sich insbesonder auf leichten Böden auch einjährige Saatsommerblumen als Füller bewährt; deren Nachkommen hier nicht erfrieren (z.B. Rudbeckia hirta, Eschscholzia californica, Linum grandiflorum, Nigella damascena, Verbena bonariensis, Orleya grandiflora, Bupleurum rotundifolium).

Geophyten (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen) sind vor dem Austrieb und vor der Hauptblütezeit der Stauden ein wichtiges Gestaltungselement in Mischpflanzungen. Unabhängig von den Mengenanteilen der oben genannten Funktionstypen sollten zusätzlich große Stückzahlen themengerechter Zwiebel- und Knollenstauden – wie in den Mischungen angegeben – gepflanzt werden.

Mischpflanzungen bestehen in der Regel aus 15 bis 20, in Ausnahmen bis 35 Arten. Die in einer Mischung enthaltenen Arten verteilen sich in einem bewährten Verhältnis auf die Verwendungstypen/Funktionstypen:

  • ca. 5-15 % der Arten sind Gerüstbildner
  • ca. 30-40 % sind Begleitstauden
  • ca. 5-10 % sind Füllstauden
  • mind. 50% sind Bodendeckstauden

Wie diese Arten mit ihren jeweiligen Funktionen über die Fläche verteilt werden, hängt grundsätzlich von dem Bepflanzungstyp ab. Die Wahl für den einen oder anderen Bepflanzungstyp bestimmt den Aufwand beim Verteilen der Pflanzen, er beeinflusst, wie sich die Pflege und Instandhaltung der Pflanzung später gestaltet und er bestimmt entscheidend das Aussehen der Pflanzung.

Bodenverbesserung vor Ort: Aufbereitung von lehmigem Boden für eine Pflanzung aus dem Lebensbereich trockene Freifläche.
Bodenverbesserung vor Ort: Aufbereitung von lehmigem Boden für eine Pflanzung aus dem Lebensbereich trockene Freifläche. (Quelle: Daniel Zugwurst )

Bepflanzungstypen

Mischpflanzung
Ausstellen der Pflanzen: Mischpflanzung
Mischpflanzung

Der für Staudenmischungen in ihrer reinen Form vorgesehene Bepflanzungstyp ist der der Mischpflanzung. Bei einer Mischpflanzung werden die Pflanzen ohne Beachtung definierter Flächenstrukturen, Gruppierungen, gezielter Benachbarungen oder Höhenstaffelungen auf der Fläche frei und damit häufig gleichförmig verteilt, wobei die akzentbildendend und strukturierenden Gerüstpflanzen immer gezielt platziert werden sollten, die Begleitstauden und Bodendecker dann ergänzend eingemischt und letztlich die Fülltstauden in die Lücken verteilt werden sollten. Die Mischungen sind so konzipiert, dass sie unter Beachtung der Mindestflächengröße auch bei einer zufälligen Verteilung der Begleit-, Bodendeck- und Füllstauden attraktive Pflanzbilder erzeugen. Diese sind dann sehr naturhaft und das Fehlen ordnender Strukturen entspricht nicht allen Sehgewohnheiten. Im günstigen Fall entsteht das Bild, das mit einer blütenreichen Wiese vergleichbar ist, auf der auch kein ordnendes Muster zu erkennen ist. Im ungünstigen Fall dominieren unattraktive Benachbarungen oder Positionierungen einzelner Pflanzen das Bild. Die Anlage einer Mischpflanzung ist einfach, da weder Pflanzabstände noch bestimmte Strukturen umgesetzt werden müssen. Die Pflanzung selbst ist relativ unempfindlich gegenüber unerwünschtem Aufwuchs, da dieser in der naturnahen Vielfalt nicht auffällt. Entfernt muss er dennoch werden: die Anzahl der Pflegegänge ist wie bei jeder Staudenpflanzung mit mindestens 3 bis 5 Pflegegängen je Jahr anzusetzen. Die Pflege ist zudem in der vielfältigen, ungeordneten Pflanzung fachlich u etwas anspruchsvoller, da im besten Fall auch Sämlinge von erwünschtem und unerwünschtem Aufwuchs unterschieden werden müssen Pflege.

Bei strukturierten Mischpflanzungen wird von einer beliebigen Verteilung abgesehen. Die Pflanzen werden hier gezielt kombiniert, angeordnet und/oder gruppiert. Das Maß der Ordnung und Struktur, das in die Pflanzung eingebracht wird, ist dabei unterschiedlich hoch und kann so weit gehen, dass die Mischungen variiert werden und beispielsweise blockartige Pflanzungen mit definierten Flächenstrukturen entstehen.

Kerngruppenpflanzung
Ausstellen der Pflanzen: Kerngruppenpflanzung
Kerngruppenpflanzung

Bei einigen Mischungen werden gezielt Empfehlungen für die Gruppierung einzelner Pflanzen gegeben. So werden beispielsweise Kerngruppen beschrieben als Gruppen bestimmter Pflanzen, die immer wieder miteinander gruppiert eine strukturierende Funktion übernehmen. Die untergeordneten Pflanzen können dann nach dem Mischpflanzungsprinzip über die Fläche verteilt werden.

 

 

 

 

Verlaufpflanzung
Ausstellen der Pflanzen: Verlaufpflanzung
Verlaufpflanzung

Verlaufspflanzungen ermöglichen es, auf unterschiedliche Standortsituation innerhalb einer Pflanzfläche einzugehen, ohne dass hier eine scharfe Trennlinie entsteht, durch die die Pflanzung in unterschiedliche Teile zerfallen würde. Bei der Verlaufspflanzung werden dominierende Elemente stellenweise so gruppiert und aufgelöst, dass sich ein fließender Übergang zu einer anderen oder variierten Mischung einstellt. Dieses Auflösen der dominierenden Elemente kann auch mit verschiedenen Pflanzen gemacht werden.

 

 

Mosaikpflanzung
Ausstellen der Pflanzen: Mosaikpflanzung
Mosaikpflanzung

Eine mehr oder weniger starke Gruppierung als mosaik-, block- oder bandartige Struktur ist grundsätzlich möglich, erfordert es aber unter Umständen, die Mischung zu variieren, da die Vielfalt der Pflanzen mit kleinen Stückzahlen für eine größere Gruppierung nicht geeignet ist und sich bestimmte Arten nicht für eine Gruppierung eignen. Der Vorteil einer Gruppierung ist ein klarer strukturiertes, stärker geordnetes Bild. Die spezifischen Vorteile einer Mischpflanzung gehen jedoch verloren: Arten und Sorten, die an dem Standort nicht funktionieren und ausfallen, treten gruppiert optisch stark in Erscheinung: das ist bei den kurzlebigen Füllstauden grundsätzlich der Fall, kann aber auch bei anderen Stauden passieren. So entsteht akuter Pflegebedarf, der nicht – wie bei einer ‚unempfindlichen‘ Mischpflanzung – im Rahmen reguläre Pflegetermine geleistet werden kann. Das gleiche gilt für in der Abblüte unattraktive Stauden: sie fallen gruppiert viel stärker auf. Auf sie sollte entweder durch eine Variation der Mischung ganz verzichtet werden oder es muss akut Pflege investiert werden, wobei auch ein Rückschnitt größerer Teilflächen kein befriedigendes Ergebnis bringt.

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